Nasse Fenster am Morgen sind ein wiederkehrendes Ärgernis in der kalten Jahreszeit. Die Ursache liegt in einem Zusammenspiel aus nächtlicher Feuchtigkeitsabgabe und fallenden Außentemperaturen.

Die nächtliche Kettenreaktion

Zwei Faktoren treffen in der zweiten Nachthälfte aufeinander:

  1. Der menschliche Feuchtigkeitseintrag: Eine erwachsene Person gibt im Schlaf durch Atmung und Hauttranspiration pro Nacht rund 0,3 bis 0,5 Liter Wasser an die Raumluft ab. In einem geschlossenen Schlafzimmer steigt dadurch die absolute Luftfeuchtigkeit kontinuierlich an.
  2. Die Tiefsttemperatur vor Sonnenaufgang: Die Außentemperatur erreicht typischerweise kurz vor Sonnenaufgang ihr Minimum. Die Fensterscheiben kühlen daher über die Nachtstunden immer weiter aus.

Sobald die Scheibentemperatur unter den Taupunkt der angereicherten Raumluft sinkt, setzt die Kondensation ein.