Das Phänomen kennt jeder im Herbst und Winter: Man wacht morgens auf und am unteren Rand der Fensterscheiben stehen dicke Wassertropfen.

Die Ursache: Taupunktunterschreitung an der Glasscheibe

In jedem Wohnraum enthält die Luft gasförmigen Wasserdampf (durch Kochen, Duschen, Pflanzen und die menschliche Atmung). Warme Raumluft mit 20 °C und 60 % relativer Luftfeuchtigkeit hat einen Taupunkt von ca. 12,0 °C.

Das bedeutet: Jede Oberfläche im Raum, die 12,0 °C oder kälter ist, kühlt die angrenzende Luftschicht unter ihren Sättigungspunkt ab. Die Luft kann das Wasser nicht mehr halten und es schlägt sich als Kondensat auf der Scheibe nieder.

Da Fensterscheiben (insbesondere die Glaskanten und Rahmen) die kältesten Bauteile im Raum sind, sammelt sich das Wasser genau dort.